BeamtendarlehenDer zinsgünstige Kredit für alle Mitarbeiter des öff. Dienstes.

Schnellanfrage stellen


Ihr persönliches Angebot
Hören Sie sich unser Angebot an
(2:16 min)

Datenschutzverstöße in zahlreichen Unternehmen

18. Oktober 2015

Der WSI gab in einer Studie bekannt, dass jedes siebte Unternehmen, etwa 14 Prozent, gegen die Vorschriften des Datenschutzes verstößt. Was das für die Beschäftigten heißt ist klar: Daten wie Krankentage oder anderweitige Daten werden unerlaubt gespeichert. Und es kommt noch schlimmer. Viele Daten werden für rechtswidrige Nachforschungen eingesetzt. Betroffen sind nicht nur Großbetriebe, sondern auch mittelständige Unternehmen sowie Kleinbetriebe.

In der Studie des WSI wurden größere Unternehmen untersucht, wobei kleinere Firmen außen vor gelassen wurden. Demnach liegt die Dunkelziffer der Datenverstöße, laut dem Forscher Martin Behrens, deutlich höher.

Quelle: Böckler Impuls 17/2010

Dieser vermutet, dass größere Betriebe aufgrund der Speicherungen der Mitarbeiterdaten via digitaler Medien vielmehr zu Verstößen verleitet werden als kleinere Betriebe. Aber auch schlechte Führung des Unternehmens kann, laut Behrens, dazu führen: „Es fällt auf, dass die Missachtung von Datenschutzvorschriften häufig gemeinsam mit weiteren Problemen der betrieblichen Sozialordnung auftritt. Immer wenn Betriebsräte angeben, dass ihre Mitwirkungsrechte durch das Management behindert, Tarifstandards unterlaufen werden und das Betriebsklima schlechter geworden ist, steigt die Wahrscheinlichkeit der Probleme mit dem Datenschutz.“ Oftmals dringen Fälle von Datenmissbrauch gar nicht erst bis zum Betriebsrat vor, so dass von einer viel höheren Dunkelziffer ausgegangen werden muss. Behrens fordert deshalb „außerbetrieblich durchsetzbare, transparente Regelungen des Datenschutzes“, die im Datenschutzgesetz zur Vermeidung von rechtswidrigen Datenverstößen verankert werden sollten.