30. April 2013
Das Handelsforschungsinstitut EHI teilte kürzlich mit, dass der Anteil an Zahlungen mittels Bargeld stetig sinkt, dafür die Zahlung via Kreditkarte oder EC-Karte ansteigt. Im Trend liegt dabei momentan der Kauf auf Kredit. Besonders Ratenkredite sind bei den Verbrauchern beliebt. Im Jahr 2012 ist die Quote der Zahlung mittels Bargeld auf 55,6 Prozent gesunken. Die Zahlung via Karte ist dagegen zum ersten Mal über die Schwelle von 40 Prozent gestiegen.
Insgesamt entstand im Jahre 2012 ein Umsatzvolumen von 385 Milliarden Euro, von denen 159 Milliarden Euro mittels einer Karte beglichen worden sind. Dies entspricht einem Anstiegswert von acht Milliarden Euro gegenüber dem Jahre 2011. Ausgenommen vom Gesamtumsatzwert sind Käufe im Versandhandel, in den Apotheken, an Tankstellen oder im Autohandel.
Verbraucher, die mit Karte zahlten, haben zu 84,5 Prozent der Umsätze mit der EC-Karte bezahlt. Folglich wurde der Rest von 15,5 Prozent mit der Kreditkarte beglichen. Umgerechnet bedeutet dies, dass ein Verbraucher von zehn Kunden, die Kreditkarte zur Zahlung einsetzt. Neun Verbraucher von zehn begleichen den Rechnungsbetrag mit der EC-Karte.
Aber nicht nur direkt im Geschäft können Verbraucher mit der Karte zahlen, auch im Internet. Das Internet bietet eine breite Auswahl an Bezahlmöglichkeiten, darunter auch die der Kreditkartenzahlung und Banklastschrift. Weiterhin werden unter anderem Rechnung, Paypal, Nachnahme oder Vorkasse durch Sofort Überweisung angeboten.
Oftmals ist es so, dass der Geldbetrag, mit dem der Rechnungsbetrag beglichen wird, in Wirklichkeit ein Kredit ist. Im Jahr 2012 stieg gemäß den Angaben der Bundesbank das Kreditvolumen von 223 auf 225 Milliarden Euro an.
Dabei legten besonders Ratenkredite zu. Hier stieg das Kreditvolumen von 144 auf 147 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent.
Der gesteigerte Zuwachs hat seine Wurzeln in der gestiegenen Kauflust der Bürger, wie der Bankenfachverband präsentierte. So legte der private Konsum im Jahre 2012 0,7 Prozent zu. Insgesamt würde jedoch die Aufnahme von Krediten den Privatkonsum übersteigen, wie der Fachverband mitteilte.
Der Bankenfachverband vertritt 60 Spezialisten in der Kreditbranche, die nicht zur Sparkasse, den Genossenschaftsbanken und etwaigen privaten Instituten gehören. Insgesamt gesehen hält der Anteil der 60 Kreditspezialisten 55 Prozent am deutschen Wirtschaftsmarkt.
Kreditbanken konnten ihr Geschäft mit Neukrediten um 4,5 Prozent überdurchschnittlich steigern. Im Jahre 2012 wurden somit bisher die meisten Ratenkredite seitens der Kreditbanken vergeben.
Der durchschnittliche Kreditbetrag beträgt bei Neukrediten etwa 9.700 Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 300 Euro gegenüber dem Jahr 2011. Die Tilgungszeit ist ebenso angestiegen. Somit stieg die Laufzeit von 55 auf 57 Monate im Durchschnitt an.
Der Handel mit Null-Prozent-Krediten ist dagegen seit dem Jahr 2010 konstant geblieben. Es wurden umgerechnet etwa 4,3 Milliarden Euro im Neugeschäft umgesetzt. Für viele Experten ist die Kritik an dieser Kreditmodalität unberechtigt. Viele Kritiker sehen in den Null-Prozent-Finanzierungen versteckte Kosten, die der Verbraucher nicht auf dem ersten Blick erkennen könne. Auch sollen sich erhöhte Preisangebote hinter den zinslosen Krediten verbergen. Für Banken stellt dies Unfug dar, denn ein Null-Prozent-Kredit sei ein Kredit ohne Zinsen. Demzufolge können sich auch keine versteckten Kosten hinter dem Kredit verbergen.
Verbraucherschützer sehen in den zinslosen Krediten jedoch noch ein anderes Problem: Die Verschuldung. Nicht selten werden Verbraucher durch derartige Kreditangebote gelockt, und tappen dabei in die Schuldenfalle. Denn viele Kunden übersehen oftmals leicht, dass auch nur eine geringfügige monatliche Rate eine finanzielle Belastung pro Monat darstellt. Der Kredit ist zwar zinslos, jedoch muss auch er fristgerecht getilgt werden. Die Ausfallrate liegt jedoch in dieser Branche ähnlich hoch wie bei den Ratenkrediten.
Quelle: welt.de
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