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Die Zulagen der Beamten – Antworten auf Ihre Fragen

Die Zulagen der Beamten machen einen Teil ihrer Besoldung aus. Die Erschwerniszulage ist beispielsweise bis heute sehr kompliziert.

Im Nachfolgenden die wichtigsten Antworten:

Erschwernis – Zulage, was bedeutet dies?

Für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst gibt eine besondere Zulage, die Erschwernis-Zulage. Sie wird gezahlt, wenn der Arbeitnehmer besonders gefährliche oder schwere Tätigkeiten ausübt. Diese Zulage ist nicht an eine Gehaltsstufe gebunden, sie richtet sich ausschließlich an der Tätigkeit aus.

Wer bekommt diese Zulage?

Insgesamt gehören Polizeibeamte, Berufssoldaten, Feuerwehr und auch Beamte im Justizvollzugsdienst sowie der Kampfmittel Räumdienst zur Berufsgruppe derer, die eine Erschwerniszulage erhalten. Dabei muss die Tätigkeit fortwährend und auch stundenweise ausgeübt werden, schwer oder gefährlich oder zu ungünstigen Zeiten ausgeübt werden.

Wie hoch ist die Zulage?

Der Betrag ist nicht sehr hoch, meistens sind es nur ein paar Cent bis wenige Euro, abgerechnet wird dies stundenweise. Die Erschwernis – Zulage wird aber nicht fortlaufend und konsequent ausgezahlt, dass heißt, sie ist keine fest kalkulierbare Zulage. Sie richtet sich immer nach der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit und deren Dauer.

Zahlung der Zulage:

Gezahlt wird für: 1) Dienst zu ungünstigen Zeiten, wie zum Beispiel sonntags oder Nachtarbeit. 2) Arbeit mit besonderen Gefahren, wie sie zum Beispiel der Kampfmittel Räumdienst zu erbringen hat. 3) Starke Schmutz – oder Strahlenbelastungen. 4) Beim Tauchdienst oder extremer Hitzebelastung.

Übersicht der Zulage:

Nach wie vor ist die Höhe der Zulage in Ost und West unterschiedlich hoch (Stand 2009).

Maßgeblich zur Zahlung der Erschwernis – Zulage sind die Dauer der Tätigkeit und die Schwere der Tätigkeit. Zeiten: Dienstbeginn samstags nach 13. 00 Uhr. Höhe:  0,64 € bei Schwere der Tätigkeit 0,59 € bei Nachtarbeit.

Ist die Erschwernis – Zulage überhaupt erstrebenswert?

Die Frage ist nicht ganz unberechtigt, wenn man sich die Zahlen ansieht. Aber tatsächlich kann sich die Zulage finanzielle Vorteile bringen, denn wenn ein Polizeibeamter zum Beispiel zehn Tage pro Monat Nachtdienst hat, erhöht sich sein Verdienst um ca. 100 €.

Nimmt man als Beispiel einen Beamten im Kampfmittel Räumdienst, welcher sich jeden Tag mit Munition beschäftigt, erhöht sich sein Gehalt im Regelfall um ca. 500 €.

An diesen Beispielen kann man sehr gut erkennen, welche Bedeutung die Erschwernis – Zulage für das Gehalt hat.

Ist die Erschwernis – Zulage dauerhaft?

Nein, die Zulage wird nicht dauerhaft gezahlt, sie ist gebunden an die tatsächliche Dauer und tatsächliche Erschwernis der erbrachten Arbeit. Außerdem ist die Zulage widerruflich oder der Dienstherr kann sie aussetzen.

Wird die Zulage bei der Pension berücksichtigt?

Auch hier ein Nein, die Erschwernis- Zulage wird bei der Rentenberechnung nicht mit angerechnet. Sie soll nur die besondere Belastung während der Arbeitszeit ausgleichen.

Beziehen auch Beamten Anwärter die Erschwernis – Zulage?

Die Erschwernis – Zulage wird sowohl an Beamten Anwärter ausgezahlt, wie auch an Beamte die schon im Beamten Verhältnis stehen. Hierzu gibt es aber keine bundeseinheitlichen Regelungen. Teilweise haben manche Bundesländer abweichende Regelungen.

Erschwernis – Zulage versteuern?

Ja, alle Bezüge der Erschwernis – Zulage sind Brutto Beträge und müssen voll versteuert werden.

Ist ein Vergleich mit Tarifangestellten möglich?

Im Prinzip schon, zumindest was die rechtlichen Vorraussetzungen betrifft. Der Unterschied: Tarifangestellte erhalten oft eine monatliche, pauschale Zulage, die zwischen 7,60 € und 25,56 € vergütet wird.

Auch für Angestellte ist die Erschwernis-Zulage je nach Bundesland geregelt. Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst sieht eine Zulage vor. Die Bundesländer dürfen aber davon abweichend Regelungen treffen.

Gewährung der Zulage bei Wochenenddienst oder Nachtarbeit?

Ja, diese Arbeitszeiten zählen zur besonders schweren Tätigkeit. Auch Krankenschwestern können, wenn sie im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, die Erschwernis – Zulage erhalten.

Ursprünglich war die Zulage nur ein Teil des Beamtenrechtes. Später wurde sie für den öffentlichen Dienst übernommen. Wie im Beamtendienst, gelten auch im öffentlichen Dienst sehr ähnliche Vereinbarungen hinsichtlich der Zahlung bei schweren oder gefährlichen Tätigkeiten. Auch hier können die Länder abweichende Regeln erstellen.

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