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Kapitallebensversicherung Pro & Kontra

24. Januar 2016

Die Kapitallebensversicherung gilt als der Deutschen liebste Versicherung, denn es gibt noch immer mehr abgeschlossene Verträge als Einwohner. Die gut 87 Mio. Verträge laufen aber teilweise schon mehrere Jahre.
Fakt ist, dass die Erträge bei der Lebensversicherung sinken.
Hier die Meinungen der Befürworter und Gegner für diese Art des Sparens:

Was spricht für den Abschluss der Lebensversicherung?

Ein wichtiges Argument für den Abschluss der Lebensversicherung ist, dass bei Tod des Hauptverdieners die Familie abgesichert ist. Verbraucherschützer meinen jedoch, dass auch die günstigere Risikolebensversicherung die Hinterbliebenen ausreichend schützt. Ein wichtiger Vorteil der kapitalbildenden Lebensversicherung ist jedoch die Altersvorsorge, die die Risikolebensversicherung nicht hat. Der Versicherte hat so die Möglichkeit, eine bestimmte Summe an Geld zu erhalten oder sich das Kapital als lebenslange Rente auszahlen zu lassen.

Neuverträge mit Garantiezins und besserer Rendite

Um den Abschluss einer Lebensversicherung wieder attraktiver zu gestalten, gibt es seit 2016 einen Garantiezins von 1,25 Prozent. Außerdem kann der Versicherer mit der freiwilligen Überschussbeteiligung – je nach Wirtschaftslage –jedes Jahr neu entscheiden. Im letzten Jahr zum Beispiel konnten sich die Versicherten über eine Verzinsung aus Garantiezins und Überschussbeteiligung von 3,54 Prozent freuen. Zudem bieten Versicherungen Verträge ohne Garantiezins aber mit höherer Rendite an. In diesen Abschlüssen wird zugesichert, dass die eingezahlten Beiträge zurückgezahlt werden und es im Rentenalter eine Mindestrente gibt.

Die Gegner der Kapitallebensversicherung

Verbraucherschützer sind skeptisch gegenüber der Kapitallebensversicherung. Sie monieren, dass die Kunden bei den Themen Überschussbeteiligung und Garantiezins nicht mehr durchblicken würden. Und auch die mangelnde Transparenz wird vom Bund der Versicherten kritisiert, denn kein Versicherter wisse genau, was mit seinem Geld bei einer Lebensversicherung passiert. Dass das aber rechtens ist, bestätigte nach der Klage eines Rentners das BGH. Der Kunde müsse glauben, was der Versicherer ihm errechnet, so das Gericht.

Gute Zeiten der Kapitallebensversicherung sind vorbei

Dass heute keiner mehr mit einer garantierten Verzinsung von 4 Prozent bei der Lebensversicherung rechnen kann, ist klar. Garantiezins ist 1,25 Prozent. Die Altverträge werden immer mehr zum Problem, denn die damals versprochenen Zinsen sind kaum noch zu erwirtschaften. Sie fehlen den Versicherungen bei der Überschussbeteiligung. Somit ist die Lebensversicherung für viele Versicherte immer weniger wert. Im Jahr 2000 zum Beispiel gab es noch eine Verzinsung von über 7 Prozent, heute sind es kaum mehr als 4 Prozent. Die Verbraucherschützer kritisieren außerdem die geringe Flexibilität der Lebensversicherung: Es ist nicht möglich, einen einmal abgeschlossenen Vertrag ohne Verluste früher zu kündigen.

Zur Info: Für die ERGO Lebensversicherung AG macht es keinen Sinn, eine Kapitallebensversicherung mit sinkender Verzinsung weiter anzubieten, da Kunden im Endeffekt durch die jährliche Inflationsrate und den niedrigen Zinssätzen keine Kapitalanlage aufbauen können.